Mi, 20.11.19

Im Free Cinema
Beginn: 18.00 Uhr
Film & Gespräch
Dokumentation / 2019 / BRD / Josef Pröll, Miriam Friedmann / FSK 12 / 74 min
Veranstalter: DGB-Bezirk Baden-Württemberg
Eintritt frei

Der Film "Die Stille schreit" zeigt wie die Nationalsozialisten zwei jüdische Augsburger Familien systematisch verfolgten, enteigneten und in den Tod trieben. Wie sie sich als Patrioten und erfolgreiche Geschäftsleute sicher gefühlt hatten, dann aber wegen ihrer jüdischen Herkunft Opfer der „Arisierung“ eines Regimes wurden, das seine Verbrechen ganz legal, selbstverständlich und systematisch beging. Was ist das für eine "Stille" die da mehr als 80 Jahre später, "schreit"? Sind davon nur die Angehörigen ehemaliger Verfolgter betroffen? Ein Film, der Fragen aufwirft, die immer noch und leider wieder für die Gegenwart und unsere Zukunft von elementarer Bedeutung sind.

Im Anschluss : Gespräch mit Miriam Friedmann und Josef Pröll, den den Film realisierten.

Als Kind von ehemaligen jüdischen Augsburgern, die 1933 fliehen müssten, ist Miriam Friedmann 1942 im Süden der USA geboren und aufgewachsen. Der Rest Ihrer zurück in Augsburg gebliebenen Familie ist zum größten Teil während der NS Zeit vernichtet worden. Seit 2001 lebt Miriam Friedmann in Augsburg und befasst sich dort mit ihrer Familiengeschichte in der Nazi-Ära und engagiert sich in vielen Projekten, die sich mit dem Thema Nationalsozialismus in Augsburg auseinandersetzen.

Josef Pröll ist 1953 in Augsburg geboren. Seine Eltern waren beide als politische Verfolgte des NS-Regimes in Gefängnissen und Konzentrationslagern. Drei Familienmitglieder wurden ermordet. Der Dokumentarfilmer ist zertifizierter Referent der KZ-Gedenkstätte Dachau und Ansprechpartner für gewerkschaftliche Bildungsarbeit. Seit vielen Jahrzehnten hat er seine Arbeit der Erinnerungskultur und der Jugendarbeit verschrieben

>>Trailer hier

Mi, 20.11.19

Bal Folk

Do, 21.11.19

Kneipenquiz mit Dr. T